Ulrike Fäuster

Bild: Antonio Scarpino, Remscheid

Seit 1972 in der SPD (Unterbezirk Köln), allerdings mit einer Unterbrechung, in Solingen seit 2017.

In die SPD bin ich auf Umwegen gekommen: durch Kontakte mit französischen Sozialisten, die mich nach Frankreich eingeladen hatten. Mein Vorbild war Carlo Schmidt.

Angefangen habe ich als Schriftführerin bei den Jusos, dann anschließend in der ASF, mindestens 20 Jahre war ich Beisitzerin oder Schriftführerin.

Interessiert haben mich insbesondere die Strafrechtsreform und die Reform des Familienrechts.

Willy Brandt habe ich mehrfach auf Veranstaltungen des Unterbezirks gesehen, konnte auch Herbert Wehners geschliffene Reden dort live
erleben. Unser Bundestagskandidat war Hans-Jürgen Wischnewski, „Ben Wisch“ – der Held von Mogadischu. Er war oft im Ortsverein.

Meine berufliche Arbeit, zunächst im Landesarchiv in Düsseldorf, dann im Historischen Archiv der Stadt Köln, war mir immer sehr wichtig (durch sie hatte ich u. a. Kontakte zu vielen Emigranten), wichtig war mir aber auch meine Tätigkeit in Vereinen (Frauenzentrum, Straffälligenhilfe und Obdachlosenhilfe) – bis heute.

Beeindruckt haben mich mehrere Großveranstaltungen, wie u. a. der Weltwirtschaftsgipfel 1999, die ich als Zuschauerin aus nächster Nähe
miterleben konnte, besonders aber ein Ereignis: die Beerdigung von Konrad Adenauer. Wir standen direkt vor dem Dom; an uns vorbei
defilierten Staatsoberhäupter der ganzen Welt, wie Charles de Gaulle und David Ben-Gurion.